Sonntag, 2. November 2014

Rezension zu »Hoffnung Mensch. Eine bessere Welt ist möglich« von Michael Schmidt-Salomon

Unser Mitstreiter Rimtautas Dapschauskas stellt in seiner Rezension das aktuelle Buch des Vorstandssprechers der Giordano-Bruno-Stiftung vor: 



Als ich den Titel des Buches mit den zwei Wölkchen auf dem Cover das erste Mal las, so muss ich ehrlicherweise gestehen, war ich zunächst äußerst skeptisch und erwartete im Prinzip eine ‒ im wahrsten Sinne des Wortes ‒ naive Gutmenschenschnulze. Doch nach der Lektüre dieses Buches hat sich mein erster Eindruck als völlig falsch herausgestellt. „Hoffnung Mensch“ ist das bisher ausgereifteste, am breitesten angelegte und tiefgründigste Werk von Michael Schmidt-Salomon.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Wir gratulieren!


http://www.giordano-bruno-stiftung.de/sites/default/files/gbs_poster04-14.jpg

(c) Evelin Frerk – www.who-is-hu.de


Die Hochschulgruppe Jena darf anlässlich zweier Jubiläen recht herzlich gratulieren:

Zum einen wurde am Samstag Herbert Steffen, der Gründer der Giordano-Bruno-Stiftung und langjährige Mäzen des Kirchenkritikers Karlheinz Deschner, 80 Jahre alt. Wir wünschen beste Gesundheit und weiterhin viel Schaffenskraft im Kampf für Humanismus und Aufklärung! Unser Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon gewährt beim hpd einen kurzen Einblick in das Leben dieses Mannes, der die säkulare Szene in den vergangenen Jahren entscheidend mitgeprägt hat.

Zum anderen jährt sich auch der Geburtstag der GBS selbst zum 10. Mal! Seit 2004 wirkt die Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung nun schon in Deutschland und seit diesem Jahr auch in der Schweiz. Zu Recht lädt sie daher ein zu einem Festakt am 7. November in die Deutsche Nationalbibliothek (DNT) in Frankfurt. Der Ort erscheint passend: So wie die DNT bedeutende Texte vieler Epochen und Fachbereiche bereithält, umfasst auch der Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung bedeutende Köpfe verschiedenster Professionen. Wir werden unser Bestes geben, die GBS durch unser Wirken vor Ort zu unterstützen und hoffen auf viele weitere erfolgreiche Jahre – getreu dem Motto der Jubiläumsveranstaltung: "Eine bessere Welt ist möglich!"

Verquere Welt bei der WELT

Unser Mitglied Maximilian Steinhaus hat sich in einem Artikel für den hpd kritisch mit dem Chefkommentator der WELT, Torsten Krauel, auseinandergesetzt. Dieser hatte in einem Kommentar zum Thema Sterbehilfe angedeutet, dass die "Gottlosen" in Deutschland bislang unerkannt nur mit halber Persönlichkeit unter uns weilten und er warf Menschen, die einen Suizid für sich als Handlungsoption betrachten, fehlendes Mitleid, Hilfswilligkeit, ja gar fehlende Empathie vor. Diese Respektlosigkeiten konnten nicht unkommentiert bleiben.

Verbot der Sterbehilfe verhindern

Die gbs-Hochschulgruppe Jena hat vergangene Woche mit Informationsständen in Erfurt und Jena auf die Kampagne "Für das Recht auf letzte Hilfe" aufmerksam gemacht. Die Kampagne wurde von der Giordano-Bruno-Stiftung, der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) sowie dem Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) initiiert.

Anlass der Kampagne ist, dass sich Bundesgesundheitsminister Gröhe (CDU) von den Kirchen vor den Karren spannen lässt und versucht, die Sterbehilfe in Deutschland zu verbieten. Dies kündigte er im Januar 2014 an – doch bei seinem Plan, bereits im Herbst diesen Jahres im Bundestag darüber abstimmen zu lassen, hat er nicht mit dem Widerstand der säkularen Verbände gerechnet. Bereits im Frühjahr hatte sich ein "Bündnis für Selbstbestimmung bis zum Lebensende" gebildet, dass in 10 Leitsätzen darlegt, warum das Verbot der Beihilfe zum Suizid unsinnig ist. Um stärker gegen die religiös motivierten Restriktionsmaßnahmen vorgehen zu können, entschied sich die GBS gemeinsam mit DGHS und IBKA dazu, mit dem "Recht auf letzte Hilfe" eine weitere Kampagne zu starten. Der Widerstand löste ein breites mediales Echo aus und die Abstimmung im Bundestag wurde bereits auf 2015 verschoben.

In einem Bericht beim hpd könnt Ihr nachlesen, welches Echo unsere Aktion in der Bevölkerung auslöste. Wenn Ihr die Kampagne auch unterstützen wollt, dann zeigt Euer Gesicht für das Recht auf letzte Hilfe und ladet es auf der Unterstützer-Webseite hoch.

Die Angst des Bistums Münster vor Moses

Im vergangenen Juli hat sich die Hochschulgruppe Jena an der Kunstaktion "11. Gebot: Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen!" beteiligt. Wir sprachen uns dagegen aus, dass die mit 700 Mio. EUR (!) verschuldete Stadt Leipzig den Katholikentag 2016 mit einer Million EUR bezuschusst, wie Ihr in unserem vorherigen Blogeintrag nachlesen könnt.

"Moses" hatte es zunächst tatsächlich geschafft, doch noch eine Debatte in Leipzig darüber zu initiieren, ob der Staat solche Missionierungsfeste bezuschussen sollte (einen Überblick findet Ihr hier), nachdem der Bürgermeister zunächst geglaubt hatte, die Sache ohne großen Widerspruch einfach durchwinken zu können.

Donnerstag, 4. September 2014

Der Gottesbezug in der Präambel zur Verfassung

Die Verfassung des Freistaates Thüringen enthält in Ihrer Präambel (einer Art "Vorwort") die Formulierung "gibt sich das Volk des Freistaats Thüringen in freier Selbstbestimmung und auch in Verantwortung vor Gott diese Verfassung."

Die gleiche Formulierung findet sich auch in der Präambel des Grundgesetzes sowie in der Verfassung des Landes Rheinland-Pfalz. In diesem Bundesland gab es daher eine Petition, die zum einen die Streichung dieses Gottesbezugs aus der Landesverfassung erreichen wollte, und die zum anderen das Land Rheinland-Pfalz dazu verpflichten sollte, sich im Bundesrat dafür einzusetzen, diese Klausel auch aus dem Grundgesetz zu streichen. Der Petitionsausschuss hat leider beiden Anliegen nicht abgeholfen. Da sich eine entsprechende Gottesklausel wie erwähnt auch in der Thüringer Verfassung findet, sollen einige ausgewählte Zitate der hanebüchenen Begründung einer kurzen Kritik unterzogen werden: 

Dienstag, 15. Juli 2014

Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen!


Kunstaktion „Das 11. Gebot“ kritisiert die geplante Subventionierung des 100. Katholikentags 2016 in Leipzig, über die am Mittwoch (16.07.2014) in der Leipziger Ratsversammlung abgestimmt wird. 
An der Aktion beteiligen sich u. a. auch Mitglieder der gbs-Hochschulgruppe Jena sowie der gbs-Regionalgruppen aus Mittelthüringen, Dresden und Stuttgart.